Interrete Vitae

Mein Portfolio

 

Schon von Kindheit an Gedichte und Kurzgeschichten schreibend, immer auf der Suche nach den Nuancen der menschlichen Sprache.

Ein nicht ganz einfacher Mensch, gesundheitlich einmal mächtig hingefallen und wieder aufgestanden, immer wissbegierig und neugierig in die Welt schauend, viel lesend, noch mehr zuhörend, einen Standpunkt habend, mit beiden Beinen im Leben stehend, streitbar, aber nicht verletzend, liebend und nie hassend, alles beobachtend und den Zusammenhang suchend, seine Nase schnüffelnd und suchend in viele Gebiete des Lebens steckend, das Leben in allen Facetten suchend und auskostend.

Logopäde, Elektroniker, Programmierer, Genießer, Ehemann.

 

Liebt das Wasser, die Wellen, den Wind, den Sturm, Salzwasserspritzer auf der Brille, das Stampfen des Motorseglers bei aufgeregter See, das Angeln auf dem Meer, die lautstarke Unterhaltung der Möwen, das Lächeln der Quallen, wenn sie ihn an der Wasseroberfläche anschauen, bereist in seiner Freizeit die ganze Welt, immer zusammen mit seiner besseren Seite, bewundert besonders die skandinavischen Länder in ihrer natürlichen Rauheit und die da lebenden sehr feinfühligen Menschen, die Einsamkeit der Unterhaltung mit seiner inneren Stimme, der er zu wenig zuhört, und die Kritiken seiner Frau.

Übersicht meiner Bücher


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Exposé

 

D10 weniger Januar

 

Gram van Gummban ist Logopäde, Ende der Fünfzig, der in eigener Praxis im flachen Land des Nordens mit einigen Angestellten seinem Beruf nachgeht. Sein Leben verläuft in eingefahrenen Bahnen, das heißt, er weiß am Montag schon, wie jeder Tagesablauf, Montag bis Freitag, aussieht und wer am Samstag Abend zu Besuch kommt. Er lebt zusammen mit einer eher oberflächlichen Freundin, die ihn nicht besonders anzieht, aber an die er sich aus Bequemlichkeit gewöhnt hat. Diese Monotonie wird durch die Übernahme eines Privatpatienten unterbrochen, der ehemals ein hoher Mitarbeiter des Innenministeriums war und durch dubiose Umstände einen Schlaganfall erlitten hat. Getrieben durch den wesentlich höheren Abrechnungssatz eines Privatpatienten übernimmt er die erbetene Therapie und wird sehr schnell in einen Strudel von Ereignissen gezogen, die im direkten Zusammenhang mit der ehemaligen Tätigkeit seines Patienten stehen. Dieser Privatpatient, Dr. Blumenbaum, war mit höchst interessanten und vertrauensfordernden ministeriellen Aufgabengebieten betraut, die ihn zu einer Person werden ließen, die auch ein geheimes Projekt betreute, das sich inoffiziell mit dem Nachbau eines Chronovisor des Paters Pellegrino Maria Ernetti beschäftigte, also eines Gerätes, welches in der Lage ist, die so genannte Akasha-Chronik anzuzapfen, damit alles Geschehene zu offenbaren und bildlich wiederzugeben. Damit ist das Interesse von Konzernen, Regierungen, schillernden Privatpersonen und einer Anzahl von Geheimdiensten erregt. Schnell muss Gummban erkennen, dass er nur als Therapeut auserwählt wurde, weil er als wesentlich fähiger als seine Vorgänger eingestuft wurde und seine einzige Aufgabe darin besteht, aus dem stark sprach- und verständnisbehinderten Dr. Blumenbaum den Lagerungsort des letzten benötigten Teiles zum Zusammenbau des gesamten Gerätes in Erfahrung zu bringen.

Im Verlauf der Geschehnisse begegnet er Personen, wie dem hyperreichen McCoy, der das Gerät um jeden Preis haben möchte, um zu erfahren, warum er einen Angelwettbewerb in Norwegen verloren hat, einer Gruppe von Wissenschaftlern, die sich zu Ziel gesetzt haben, den Chronivisor aus angeblich wissenschaftlichem Interesse neu entstehen zu lassen, einer Anzahl von Mitarbeitern von Geheimdiensten, die im Interesse ihrer Länder agieren, Vertretern unterschiedlicher internationalen Interessengruppen, korrupten und gehorsamen Staatsdienern, einige übernommen aus der ehemaligen Staatssicherheit der DDR, die ihre eigene Karriere auf Kosten von Mitarbeitern planen, Personenschützern, die im Auftrag von McCoy seine Sicherheit und die seiner Freundin gewährleisten sollen, einem hohen Vertreter des Vatikans, der im persönlichen Auftrag des Papstes sich um das Fortbestehen der Menschheit sorgt und mit allen Mitteln versucht, Gummban von der Glaubwürdigkeit des Papstes zu überzeugen, indem er ihm die wahre Bedeutung des Gerätes klar zu machen versucht, nämlich die, mit der wahrheitsgetreuen Wiedergabe des Geschehens aller Sekunden der Menschheitsgeschichte, verbundenen Gefahr der Vernichtung der gesamten Zivilisation, und vielen, die ihm direkt oder indirekt helfen. Einen genialen Mitstreiter zum Finden des fehlenden Teiles hat er durch Zufall in dem international bekannten und etwas exaltierten Kryptographieexperten Walther. Dieser hat einen Halbbruder, der über die pathologische Eigenart verfügt, alles, was er in seinem Leben einmal gehört, gesehen, gerochen und gefühlt hat, nicht mehr zu vergessen und zu jeder Zeit detailgenau zu rekapitulieren.
Immer mehr bildet sich bei Gummban eine Persönlichkeit heraus, die versucht, trotz aller Widrigkeiten und manchmal tödlicher Ereignisse ein Mensch zu sein, der an den Umständen wächst und am Ende die richtige Entscheidung betreffs der Weiterexistenz des Chronovisors trifft.

 

 

Exposé

 

Schnopfen, Quiller und andere Gesellen

 

Endlich haben der Qwiller Hommel und die Schnopfe Hemmel die Erlaubnis vom Hohen Mogolhaufen, eine Forschungsreise durch die unterschiedlichen Wohn- und Grenzschichten der Erde bis zur Oberfläche durchzuführen. Auf der Erdoberfläche lernen sie die kleine Große Sophie Triebsch kennen, da sie vor Neugierde durch die Wand in ihr Kinderzimmer gelangen. Auf ihrer Reise, der sich auch der zänkische Zwerg Warzel anschließt, lernen sie die unterschiedlichsten Wesen kennen. So Rirmzl, einen Rattenanführer, Mago, den Weissager, den Abgeordneten des Großen Mogohaufens und Verräter Günter, Amlia,Tochter des Abgesandten Huta, die auf ewig im Nichts lebt, das von Hor verwaltet wird, den Leser aus dem Leeren Buch, lernen die Konflikte zwischen Quiller, Schnopfen, Zwergen, Menschen und Tieren kennen und sind an der Vorbereitung der Wiedervereinigung der Wohnschichten der Erde beteiligt.

Zusammen mit dem Abgesandten Okke Wal, der gleichzeitig der Vermieter der Wohnung ist, in dem Sophie Triebsch mit ihren Eltern wohnt, versuchen sie das Wirrwarr von Desinformation und Intrigen zu verstehen und zusammen mit anderen das Erinnerungswort zu finden, um den von den Ahnen aller Völker ausgearbeiteten Vereinigungsplan zu bekommen.

Da Hommel ein etwas unbesonnener und impulsiver Forschungsreiseleiter ist, bleiben Zwischenfälle, die die anderen Teilnehmer in fast unlösbare und manchmal auch gefährliche Situationen bringt, nicht aus. So zum Beispiel verfällt er durch eine unwirsche Reaktion in die so genannte Zwergenstarre, deren Heilung die anderen zu wahren Hochleistungen veranlasst.

Seine Partnerin Hemmel hingegen ist eine überlegte und übervorsichtige Schnopfe, die immer bemüht ist, die Wogen zwischen ihrem Hommel, dem streitbaren Zwerg Warzel und anderen zu glätten.

Im Verlauf der Reise entwickelt sich eine verlässliche Freundschaft zwischen den Teilnehmern, die auch so manchen Streit verträgt, wobei Hommel durch puren Zufall eine besondere Verantwortung übertragen wird, an der er zu einem überlegt handelnden Qwiller wächst.

 

 

Exposé

 

Der Weiße und Brikett

 

'Der Weiße', mit bürgerlichem Namen Hans Hansen, und 'Brikett', mit bürgerlichem Namen Absolem Cagibi, beides Kriminalhauptkommissare in der kleinen norddeutschen Stadt Schleswig, werden durch aufgeregte Anrufe eines Horst Wieland darüber in Kenntnis gesetzt, dass Archäologen in der Nähe gerade ihrer Stadt ein beachtenswertes Skelett ausgegraben haben. Diese Anrufe wertet Hans Hansen als Witz und beachtet sie nicht weiter.

Kurz darauf werden beide Beamte durch ihren Chef im Rahmen einer Besprechung darüber informiert, dass in dieses Ausgrabungsgebiet eingebrochen wurde und Unterlagen sowie Fundstücke gestohlen seien. Die Aufklärung wird von höherer Stelle als wichtig und dringend empfohlen, da der von Hansen als Witzbold eingestufte Anrufer nun auch tot in der Nähe des Ausgrabungsfeldes gefunden wurde.

Im Laufe der Ermittlungen kommen beide Beamte einer international agierenden Gruppe auf die Spur, die an genetischen Versuchen mit nur einem Ziel beteiligt ist: Eine Ordnungsgruppe entstehen zu lassen, die fast unbezwingbar sein soll. Da sich beide Kriminalisten an ihren Diensteid gebunden fühlen, versuchen sie hartnäckig den Fall restlos aufzuklären, was bei vielen an den Versuchen Beteiligten auf harte Ablehnung stößt. Selbst als Cagibi und Hansen zeitweilig vom Dienst suspendiert werden, geben sie nicht auf.

Sie kommen mit vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt, die sie konkret, im Hintergrund oder nur scheinbar unterstützen und müssen erfahren, dass eine Staatsraison existiert, die weltweit gnadenlos regulierend eingreift.

 



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Exposè

Manchmal wird einem stark beruflich belasteten Menschen, wie mir, auch einmal richtig schlecht. Zumal ich mein streikendes Auto stehen lassen muss und mich auf meine zum Gehen befähigten, wenn auch untrainierten, Beine besinne. Aber dieses Mal führt es, in Kombination mit Bürokraftlosigkeit dazu, dass ich an dem Ort, an dem ich mich gerade laufend befindet, für mich total unerwartet, durch Überlastung des Körpers, speziell des Herzens, zusammenbreche. Dass dieses allerdings zu einem Geschehen führt, unmittelbar nach dem Zusammenbruch, in einer für mich unverständlichen Handlungsabfolge, eine Gastwirtschaft auf der gegenüberliegenden Straßenseite aufzusuchen, deren geteilte Scheibe des Eingangsoberlichtes mich an die Erlebnisse meiner Kindheit erinnern, ich mich der abgerundeten Granitstufen erinnere, mir über den Farbanstrich der Tür meine Gedanken mache, keine Hektik und Getriebenheit mehr verspüre, und durch die Tür eine für mich bedeutungsvolle Gaststube betrete, deren Wirtin mich wie einen alten Bekannten willkommen heißt und mir meinen, wieso meinen, Tisch zuweist, macht mich nachdenklich, aber nicht misstrauisch. Wie gewohnt, heißt sie mich nochmals herzlich willkommen, sagt mir, dass die anderen Gäste bald erscheinen werden, stellt mir meinen geliebten Kaffee, woher weiß sie es, frisch gebrüht mittels Handfilter, auf meinen Tisch und entfernt sich durch eine halboffene Tür, hinter der sich augenblicklich Geschirrklappern einstellt. Und in der Tat, kommen viele Gäste in diesen Raum, alle mit der Ambition, die Gedanken von mir und anderen zu hören, sich mit ihren Gedanken, den anderen und meinen auseinanderzusetzen, denn hier kann jeder die Gedanken der anderen Gäste hören, ohne Einschränkungen und ohne Ausnahme. Ich höre einen Regulator, dessen Eigenart es ist, je nach Gast, unterschiedlich schnell zu ticken. Ich erkenne nach endlosem Kaffeetrinken, dass es dort kein Gut oder Böse gibt, sondern nur zwei Geschöpfe, die entscheiden. Entscheiden ohne Widerruf. Die der Wirtin und der weißen Erscheinung mitten im weißen Raum hinter einer dieser zwei Türen, die die einzigen Ausgänge für so genannte Durchgänger darstellen. Komischer Weise nicht für mich. Ich lerne zu erkennen und zu verstehen, dass jedes Lebewesen, egal welcher Art, welcher Herkunft, aus welcher Hemisphäre auch immer, den gleichen Weg beschreiten muss, ohne Zwang, aber stetig in diese bestimmte Richtung. Manchen fällt es schwer, diesen zu finden, manche verbleiben Hunderte von Jahren, obwohl es diese Zeiteinteilung hier nicht gibt, messe ich komischer Weise die Zeit immer noch in Minuten, Stunden und Monaten, manche verschwinden wieder in Bruchteilen einer sehr kleinen Zeiteinheit, viele, vor allem intellektuelle und gebildete Leute, suchen manchmal sehr lange. Und langsam beginne ich die Bedeutung des Schuhkartons mit unendlich vielen, unterschiedlich gefärbten, Türklinken vor mir auf dem Tisch zu verstehen. Ich lerne den Dualismus der beiden hier zutage tretenden herrschenden Kräfte kennen, die so unterschiedlich und gegensätzlich und doch so untrennbar aufeinander angewiesen sind. Langsam, sehr langsam, erkenne ich die Kraft des Selbsterkennens eines jeden Geschöpfes, der Bedeutung des Zentralismus auf die eigene Person, des Ichs, des Willens, des Ja-Sagens zu sich, verabschiede mich in fast gezwungener Weise und verlasse, verabschiedet und etwas gedrängt durch einen Gast diese jetzt doch gastliche und erkenntnisreiche Stube und erwache in einer Welt, die ich verlassen hatte, ohne es bewusst zu wissen, aber erkenne die enorme Bedeutung für mein wieder beginnendes, mein fortzusetzendes Leben, nachdem ich diese für mich so erinnerungsträchtige und bedeutsame Tür, diese Stufen, nach einer RehaKur, erneut besuche, die sich jetzt mir vernagelt präsentiert. Zugeschlossen, mit zwei Brettern als Andreaskreuz versperrt, und mit ungeputzten und schmutzigen Fenstern, deren eine Scheibe immer noch geteilt ist. Von einem mir gegenüber skeptischen Straßenpassanten als baufällig und abrisswürdig dargestellt, verstehe ich jetzt die Bedeutung dieser unansehnlichen Fassade mit abgerundeten Stufen und einer uralten Tür, welches nur bedeutend wird für Lebewesen, egal aus welcher bekannten oder unbekannten Welt sie kommen, egal, welche Lebensgeschichte sie mitbringen, die sie brauchen, brauchen, um zu gehen oder zu erkennen und wiederzukommen. Ich weiß jetzt, was Leben auf dieser Welt bedeutet, was Leben mit Verantwortung für mich bedeutet, nur für mich. Mein Herz schlägt regelmäßig, im Takt meines Ichs, nicht mehr mit dieser Kraft wie vorher, aber mit einer Kraft, die ich verstehe und der ich zustimmen kann. Mit allen Fasern meines Herzens. Ich beginne, Jahre nach meiner Geburt, wirklich zu leben.